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Veranstaltungen

Einladung des Neuköllner Aktionsbündnis Aktiv gegen Diskriminierung: Diskriminierung und Schule. Was gilt aus rechtlicher Sicht?

Fachvortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Michael Wrase, Universität Hildesheim/ Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

16. März 2017, 17.00 – 19.00 Uhr
LIFE e.V., Rheinstraße 45/46, Aufgang C, 3. OG, 12161 Berlin
Das Diskriminierungsverbot ist grundlegend für den Schutz der Grund- und Menschenrechte. Doch auch im Bereich der Bildung besteht ein beträchtliches Risiko, aufgrund von Merkmalen wie z.B. einer Behinderung oder einer bestimmten ethnischen oder religiösen Herkunft benachteiligt zu werden. Darauf hat u.a. die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in ihrem Bericht von 2013 hingewiesen.
An den Schulen und in der Bildungsverwaltung ist das Thema bislang kaum angekommen. Es besteht wenig Wissen, was rechtlich als Diskriminierung gilt und wie mit Diskriminierungsbeschwerden konkret umgegangen werden sollte. Betroffene Schüler_innen und Eltern wissen in den meisten Fällen nicht, was ihre Rechte sind und an wen sie sich wenden können. Welche Regelungen sind heute schon verpflichtend an Schulen gültig? Wie kann die Umsetzung des diskriminierungsfreien Zugangs zu schulischen Bildungsangeboten verbessert werden?
Michael Wrase ist Professor für Öffentliches Recht mit den Schwerpunkten Sozial- und Bildungsrecht an der Stiftung Universität Hildesheim und am WZB.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 09. März 2016 an Marlene Pfau: pfau@adas-berlin.de

 Download als pdf: Einladung Veranstaltung ADAS Diskriminierung und Schule 20170316


Fachgesprächsreihe: Schule mit Zukunft: Diversitykompetent, inklusiv und diskriminierungssensibel.

2016, Jüdisches Museum Berlin
Eine Kooperationsveranstaltung der W. Michael Blumenthal Akademie des JMB, der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Wissenschaft und der Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS)

juedisches_museum_berlin   Druck

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat 2013 in ihrem Bericht festgestellt, dass Diskriminierung zum schulischen Alltag gehört und von Bildungspolitik und Schulen als ernstzunehmendes Problem anzusehen ist. Sie empfiehlt die Entwicklung und Umsetzung umfassender Diversity-Strategien, die Antidiskriminierungsmaßnahmen wie ein qualifiziertes Beratungs- und Beschwerdesystem beinhalten. In ihrer Erklärung von 2015 hat auch die Kultusministerkonferenz (KMK) die Förderung der interkulturellen Kompetenz und eines diskriminierungsfreien Umgangs mit Vielfalt als Querschnittsaufgabe für Schulentwicklung und Schulqualität benannt.

Die Umsetzung dieser bildungspolitischen Empfehlungen im Rahmen der bestehenden Strukturen wirft für Schulaufsicht, Schulleitungen und Lehrer*innen im Schulalltag immer wieder konkrete Fragen auf. Ziel der Fachgesprächsreihe ist es, diesen Akteur*innen zusammen mit wissenschaftlichen Expert*innen und themenspezifisch ausgewählten Vertreter*innen aus Selbstorganisationen, Eltern- und Schülervertretungen in einem nicht-öffentlichen Raum zu einem dialogischen Fachaustausch zusammen zu bringen, in dem auch schwierige Themen offen angesprochen werden können. Der Fachaustausch bietet nicht nur einen Raum, um schwierige Themen zu bearbeiten, sondern auch lösungsorientierte Impulse und gute Praxisbeispiele, die den Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Schulalltags in einer vielfältigen und inklusiven Schule sowie die praxisnahe Weiterentwicklung von Schulqualität an die Hand gegeben.

Die Fachgesprächsreihe widmet sich dem Themenschwerpunkt einer diversitykompetenten und diskriminierungssensiblen Gestaltung von Schule:

  • Fachgespräch am 20. Mai 2016 zum Thema: Religiöse und weltanschauliche Vielfalt an Schulen: Der nächste Ramadan steht vor der Tür.
  • Fachgespräch am 06. Oktober 2016 zum Thema: Schule und Flucht: Vom Ankommen zum Schulalltag.
  • Fachgespräch am 3. Mai 2017 zum Thema: Inklusion: Barriere- und diskriminierungsfreies Lernen für alle
    Weitere Infos zur Veranstaltung

Eine Teilnahme an den zukünftigen Veranstaltungen der Fachgesprächsreihe ist nur auf Einladung möglich. Bei Interesse, wenden Sie sich bitte an Frau Aliyeh Yegane (yegane@adas-berlin.de)


Eröffnung der unabhängigen Anlauf- und Beratungsstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen am 2. Juni 2016

Gemeinsam mit Partner*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen des Projekts wurde die unabhängige Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) am 02.06. feierlich eröffnet. Zu den geladenen Gästen gehörten unter anderem Prof. Barbara John (Vorsitzende vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin), Lydia Nofal (Inssan/ RAA), Mekonnen Meshgena (Heinrich Böll Stiftung), Judith Feige (Deutsches Institut für Menschenrechte: UN Monitoringstelle), Klaus Kohlmeyer (BQN) sowie Lisa Quinn und Klaus Dik-Nielsen (International Centre für Political Advocacy, ICPA).

Für die künstlerische Unterhaltung sorgten Leila Younes El-Amaire und Faten El-Dabbas von I-Slam, Orhan Şenel sowie das Jugendtheaterbüro Ensemble. Die Beiträge machten nochmal deutlich, wie alltäglich und tiefgreifend Diskriminierung von den Betroffenen erlebt wird und dass es daher dringend Ansprechpersonen und Mechanismen bedarf, die Betroffene unterstützen und langfristig einen diversitysensiblen und inklusiven Schulalltag gewährleisten.

Selmas Brief


Auftaktveranstaltung der Neuköllner Projektaktivitäten am 8. Januar 2016

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (Außenstelle Neukölln) und dem Bezirksamt Neukölln wird LIFE e.V. im Laufe der nächsten zwei Jahre in Neukölln ein internes Beschwerdemanagement im Rahmen eines Clearingverfahrens entwickeln und erproben. Zum Start der Neuköllner Projektaktivitäten fand am 8. Januar 2016 im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt eine Auftaktveranstaltung statt, zu der Eltern, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Selbstorganisationen aus Neukölln eingeladen waren. Die Grußworte hielten Dr. Franziska Giffey (Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln), Jan-Christopher Rämer (Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport), Meinhard Jacobs (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Außenstelle Neukölln) sowie Nathalie Schlenzka (Antidiskriminierungsstelle des Bundes). In der anschließenden Arbeitsgruppenphase wurden von den Teilnehmenden Formen und Fälle von Diskriminierung dokumentiert, die ihrer Meinung nach in Schulen besonders häufig vorkommen. Auch mögliche Lösungswege sowie Good Practices wurden gesammelt und dem gesamten Plenum im Anschluss vorgestellt. Die Ergebnisse flossen in die weitere Durchführung des Projekts ein.

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft vom 8. Januar 2016: „Berlin macht gegen Diskriminierung an Schulen mobil. Modellprojekt startet in Neukölln“ https://www.berlin.de/sen/bjw/service/presse/pressearchiv-2016/pressemitteilung.430813.php

Aktive Eltern, Schüler*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen vor Ort sind eingeladen, sich dem in diesem Rahmen gestarteten Aktionsbündnis zum Diskriminierungsschutz an Neuköllner Schulen anzuschließen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei

Marlene Pfau
pfau@adas-berlin.de
030-30879831