Das Neuköllner Clearing Verfahren

In Fällen von Diskriminierung an einer Schule in Berlin-Neukölln können Betroffene auch das Neuköllner Clearing Verfahren nutzen, das eine diversitysensible, partizipative Bearbeitung von Diskriminierungsfällen in Kooperation mit der Schulaufsicht ermöglicht. Einzelne Fälle können von den Betroffenen oder deren Vertreter*innen in die Neuköllner Clearing Runde eingebracht werden, in der die wichtigen schulrelevanten Akteur*innen vertreten sind und die regelmäßig tagt.

Das Neuköllner Clearing Verfahren wird in Kooperation mit der Schulaufsicht der Senatsverwaltung, dem Bezirksamt Neukölln und bezirklichen Migrant*innen- und Selbstorganisationen durchgeführt und basiert auf zwei Gremien: der Neuköllner Clearing Runde Diskriminierungsschutz an Schulen und dem Neuköllner Aktionsbündnis: aktiv gegen Diskriminierung an Schulen. Hierdurch ist die Einbindung aller relevanten Akteur*innen und Perspektiven und eine diskriminierungssensible Bearbeitung und Klärung schulischer Diskriminierungsfälle sichergestellt.

Die Clearing Runde Diskriminierungsschutz an Schulen besteht aus einem ausgewählten Personenkreis, der alle sechs bis acht Wochen tagt. Die repräsentative Zusammensetzung der Runde und ihre dialogische, diversitätskompetente Arbeitsweise gewährleistet eine qualifizierte Bearbeitung von Diskriminierungsfällen, die die Position von Menschen, die Diskriminierung erleben und den Schutz vor weiterer Diskriminierung und Viktimisierung, im Blick behalten. Die Arbeit der Clearing Runde wird vom Neuköllner Aktionsbündnis: aktiv gegen Diskriminierung an Schulen aus der Perspektive der Selbst- und Migrant*innenorganisationen und schulrelevanten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen begleitet. Das Aktionsbündnis ist eine offene Plattform für  zivilgesellschaftliche Organisationen, die in und um Neuköllner Schulen tätig und dadurch enge Ansprech- und Vertrauenspersonen für Schüler*innen und Eltern vor Ort sind. Hierzu gehören außerschulische Bildungsorganisationen, Jugendeinrichtungen, Moscheen, Nachbarschaftszentren, Elternvereine sowie Selbstorganisationen (beispielsweise türkische, arabische, Roma sowie LSBT).

Falls Sie sich als Betroffene*r oder als Vertreter*in einen Fall einbringen wollen oder sich im offenen Aktionsbündnis engagieren wollen, melden Sie sich beim Aktionsbündnis aktiv gegen Diskriminierung an Neuköllner Schulen:

Koordination
Marlene Pfau
Tel: 030/308 798 31
pfau@adas-berlin.de

Mitglieder der Clearing Runde

  • Bijan Atashgahi, Integrationsausschuß Neukölln
  • Hans-Detlef Glücklich Bezirkselternausschuss (BEA) Neukölln
  • Meinhard Jacobs, SenBJW – Schulaufsicht a.D. Region Neukölln
  • Berfin Karakurt, Schüler-Konfliktlotsin/ Buddy des Albrecht-Einstein-Gymnasium
  • Holger Henzler-Hübner, Schulaufsicht integrierte Sekundarschulen und Grundschulen
  • Conny-Hendrik Kempe-Schälicke, SenBJW, zuständig für Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in Schule und Jugendhilfe und Gender Mainstreaming
  • Hendrik Koss, Kinder- und Jugendrechtshaus Neukölln-Süd im Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee
  • Rainer Kistermann, Schulleitung Albrecht-Dürer-Gymnasium
  • Lorenz Korgel, Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS)
  • Anette Lennz, SenBJW – Frauenvertreterin für die Schulen in Neukölln
  • Fereshta Ludin, Lehrerin, Dialog der Religionen des Berliner Senats, Werkstatt der Religionen und Weltanschauungen
  • Arnold Mengelkoch, Migrationsbeauftragter des Bezirks Neukölln
  • Marion Nowara-Wanjura, SenBJW, stellvertretende Gesamtfrauenvertreterin der allgemeinbildenden Schulen
  • Nihal Perincek, Sehitlik Moschee
  • Petra Rosenberg, Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Berlin-Brandenburg
  • Marion Seidel, Schulpsychologisches und inklusionspädagogisches Beratungszentrum Neukölln (SIBUZ)
  • Samira Tanana, Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e. V.
  • N.N. Vertreter/in Aktionsbündnis

Feste Mitglieder im Aktionsbündnis