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Euer ADAS-Team

Meld dich! Mach was! - adas
Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) ist eine unabhängige Beratungsstelle. Wir beraten und unterstützen Schüler*innen, Eltern/Sorgeberechtigte, Lehrkräfte, Schulbeschäftigte und Vertrauenspersonen des Schulumfelds aller Berliner Bezirke, die an einer Schule diskriminiert wurden oder gegen eine Diskriminierung vorgehen möchten.
ADAS berät und unterstützt gleichermaßen zu allen Diskriminierungsdimensionen (rassistische Diskriminierung, Diskriminierung anknüpfend an die ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, Sprache, sexuelle und geschlechtliche Identität, Behinderung und chronische Erkrankungen, Lebensalter, soziale Herkunft und sozialer Status).
Darüber hinaus bieten wir weitere Möglichkeiten der Unterstützung und Information durch Fortbildungen, Publikationen und Workshops für Schulen, Eltern und die interessierte Fachöffentlichkeit.

© Marlene Pfau / LIFE
Vorfall melden
Hier können Sie eine Diskriminierung melden: entweder anonym oder, falls Sie Beratung wünschen, mit Angabe ihrer Kontaktdaten. Alle Diskriminierungsmeldungen fließen anonym in unser Monitoring und sind wichtig, um Diskriminierung in der Schule sichtbar zu machen. Darum sind auch anonyme Meldungen sehr wichtig, um etwas zu verändern!

© freestocks / unsplash
Was ist Diskriminierung?
Diskriminierung bezeichnet die ungleiche Behandlung einer Person aufgrund ihrer Herkunft, Kultur, Sprache, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, sexuellen Orientierung, einer Behinderung, des Lebensalters oder des sozialen Status.

© Jacqueline Brandwayn / unsplash
Beratungsgespräch
Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) bietet Beratung und Unterstützung für Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte und alle Schulbeschäftigten, die in Schulen Diskriminierung erfahren haben.
So können Sie uns erreichen
ADAS-Hotline
(0800) 72 450 67
(kostenlos aus allen Netzen)
Beratungstelefon
(030) 308 798-46
(Festnetz)
Bürozeiten
10:00 – 17:30 Uhr
Montag bis Freitag
Juli 2026
ADAS ist seit zehn Jahren für Schüler*innen und deren Eltern da, die in Berliner Schulen Diskriminierung erleben
Zehn Jahre ADAS: Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen feiert Jubiläum
Am 2. Juni 2016 wurde die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) als bundesweit erste schulspezifische, unabhängige Antidiskriminierungsstelle in Berlin eröffnet – damals ein deutschlandweites Novum.
Am 17.09.2026 wurde dieses Jubiläum in der Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule in Neukölln gefeiert, gemeinsam mit Partner*innen aus Schulen und dem Schulumfeld, aus Selbstorganisationen, Bildungsorganisationen und Zivilgesellschaft, aus Verwaltung und Politik – und vor allem mit Freund*innen.
In den zehn Jahren seit ihrer Eröffnung hat sich ADAS von einem Pilotprojekt zu einer anerkannten zivilgesellschaftlichen Anlauf- und Fachstelle mit bundesweiter Bedeutung entwickelt. Zwischen 2017 und 2025 gingen insgesamt 1216 Meldungen bei ADAS ein – der Großteil davon Anfragen Betroffener zur Beratung und Unterstützung. Die Begleitung einer Beschwerde konnte sich je nach Fall über einen längeren Zeitraum erstrecken, mitunter bis zu einem Jahr.
Meistens ging es dabei um Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen in der Schule (87 % aller gemeldeten Fälle). Bei 69 % der Fälle zwischen 2017 und 2025 ging die Diskriminierung von der Schule bzw. von Lehrkräften aus. ADAS berät zu allen Diskriminierungsmerkmalen, doch bei dem Großteil der Fälle spielte Rassismus (73 %) sowie Diskriminierung aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung (15,8 %) eine Rolle.
ADAS hat von Anfang an die eingegangenen Meldungen dokumentiert, ausgewertet und in Monitoringberichten veröffentlicht. Dadurch konnten bildungs- und antidiskriminierungspolitische Debatten – auch über die Berliner Landesgrenzen hinaus – empirisch unterfüttert werden, was zur Erweiterung des Diskriminierungswissens an Schulen beitrug. Diese Berliner Befunde trugen letztlich auch dazu bei, dass inzwischen in weiteren Bundesländern ähnliche Beratungsstellen aufgebaut werden konnten.
Am wichtigsten aber ist: ADAS konnte über die Jahre viele betroffene Schüler*innen und deren Eltern über ihre Rechte und Handlungsmöglichkeiten informieren, ihnen beistehen und so zu einer Verbesserung der Situation vor Ort an der Schule beitragen. Entsprechend bekamen wir Feedbacks von den Ratsuchenden:
„Ohne eure Begleitung wäre gar nichts passiert." – Mutter
„Endlich wurden mir meine Empfindungen und Handlungen bestätigt." – Schülerin
Aufgrund der über die Jahre stark gewachsenen Nachfrage von Schulen hat ADAS inzwischen auch Beratungs- und Fortbildungsangebote für Schulen aufgebaut. So erhalten Berliner Schulen bei ADAS fachliche Unterstützung, wenn sie proaktiv gegen Diskriminierung vorgehen wollen.
Die Leitung von ADAS, Aliyeh Yegane Arani, stellt hierzu fest: „In den zehn Jahren, seitdem es ADAS gibt, hat sich viel in Berlin verändert. Nicht nur, dass Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bei Diskriminierung in der Schule nicht mehr allein sind, sondern Anlauf- und Beschwerdestellen finden, die sie beraten und unterstützen. Auch haben wir seit 2020 mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ein Gesetz, das die Verpflichtung der Schulen zum Diskriminierungsschutz stärkt. Vor diesem Hintergrund lässt sich ein Bewusstseinswandel in der Stadt feststellen: Immer mehr Schulen machen sich auf den Weg und bauen aktiv eigene Strukturen zum Abbau von Diskriminierung auf."
ADAS ist inzwischen eine anerkannte Institution, deren Expertise bundesweit gefragt ist – etwa durch Delegationsbesuche von Schulbehörden anderer Bundesländer und Länder sowie Einladungen aus Bundesministerien und sogar des Bundespräsidenten. Mit dieser Expertise konnte 2023, finanziert durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die Fachstelle für Diskriminierungsschutz in Schulen (FADAS) starten, die inzwischen bundesweit Berater*innen fortbildet und schulspezifische Antidiskriminierungsexpertise bereitstellt.
Trotz aller Erfolge gibt es für die nächsten zehn Jahre – bzw. zunächst die kommende Legislatur – in Berlin noch viel zu tun, um Diskriminierung an Berliner Schulen wirksam abzubauen. ADAS empfiehlt dafür vor allem drei Maßnahmen:
1. Zivilgesellschaftliche Antidiskriminierungsstellen brauchen endlich verlässliche, längerfristige Finanzierungsperspektiven statt der unsicheren jährlichen Finanzierungsstruktur mit ihren prekären Arbeitsbedingungen.
2. Das LADG und die bestehenden Anlauf- und Beratungsstellen sind bislang nur einem Bruchteil der Berliner Schülerinnen und Eltern bekannt. Eine berlinweite, mehrsprachige Informationskampagne sollte beides in allen Schulen aller Bezirke bekannt machen und die Beratungs- und Beschwerdewege klar beschreiben – damit alle Berlinerinnen gleichen Zugang zu ihren Rechten an Schulen erhalten.
3. Damit Betroffene leicht die richtige Stelle finden und eine landesweit einheitliche Beratungsqualität vorfinden, braucht es engeren Wissenstransfer sowie eine bessere Abstimmung der verschiedenen Stellen – hierzu könnte eine landesweite Koordinierungsstelle sinnvoll sein.
Zehn Jahre ADAS sind ein Grund zum Feiern und zugleich ein Auftrag für die nächsten zehn Jahre: Schule muss ein Ort sein, an dem sich alle sicher und respektiert fühlen.
Februar 2026
Zweiter ADAS-Monitoringbericht veröffentlicht
Unser zweiter Monitoringbericht „Diskriminierung an Berliner Schulen: ADAS berichtet“ dokumentiert das Ausmaß und die Formen von Diskriminierung an Berliner Schulen in den Jahren 2021 bis 2024. Die Auswertung der Beratungs- und Meldedaten von ADAS sowie der LADG-Ombudsstelle zeigt, welche Erfahrungen Schüler*innen und Eltern machen und wo Handlungsbedarf besteht. Der Bericht liefert damit wichtige Erkenntnisse für Bildungspolitik, Schulentwicklung und einen wirksamen Diskriminierungsschutz im Sinne von Demokratie, Gleichberechtigung und Bildungsgerechtigkeit.
Januar 2026
Was hindert Jugendliche daran, sich bei Rassismuserfahrungen zu beschweren?
Eine qualitativ-explorative Studie zu den Umgangsstrategien von Jugendlichen mit Rassismuserfahrungen. Die Erkenntnisse sollen Akteur*innen dabei unterstützen, Meldehürden abzubauen und institutionelle Veränderungsprozesse anzustoßen.
Februar 2024
Filme zu Elternmitwirkung an Schulen
Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung hat einige sehr empfehlenswerte Filme zu Elternmitwirkung in Schulen und Kitas veröffentlicht. Für diese wurden auch längere Interviews mit ADAS geführt, die hauptsächlich in die beiden Filme „Rassistische Diskriminierung durch Lehrkräfte und struktureller Rassismus“ und „Was tun bei Rassismus und Diskriminierung unter Schüler:innen?“ eingeflossen sind. Auch die anderen Beiträge sind sehr aufschlussreich.
6. November 2023
Mitschnitt ADAS-Fachgespräch
Am 6. November 2023 fand zum Thema „Diskriminierung durch Verbote – Schutz durch das LADG vor diskriminierenden Hausordnungen an Berliner Schulen“ ein ADAS-Fachaustausch statt. Die spannenden Input-Beiträge von Soraia Da Costa (Gesellschaft für Freiheitsrechte), Prof. Hacı-Halil Uslucan (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Universität Duisburg-Essen), und Anya Lean (LADG-Ombudsstelle) wurden dokumentiert und können hier angeschaut werden.
Aktuelle Publikationen
Diskriminierung an Berliner Schulen: ADAS berichtet (2021–2024)
2025 | ADAS-Monitoringbericht für die Jahre 2021, 2022, 2023 und 2024.
Juristische Einschätzung zu aktuellen Fragen des Diskriminierungsschutzes an Berliner Schulen
Rechtsexpertise von Professor Dr. Felix Hanschmann, September 2025
Was hindert Jugendliche daran, sich bei Rassismuserfahrungen zu beschweren?
2025 | Umgangsstrategien und Meldehürden bei Rassismuserfahrungen von Jugendlichen im schulischen Kontext.
Juristische Einschätzung zu Hausunterricht für chronisch kranke Kinder in Berlin
2024 | Rechtsexpertise von Kiana Garjani und Marie Briede. Ein Projekt im Rahmen der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte in Kooperation mit ADAS Berlin.







